Kommst du mit uns ins Gefahrengebiet? #NoG20

Am 7. und 8. Juli findet der Gipfel der G20 in Hamburg statt – er bietet die Möglichkeit eines öffentlichkeitswirksamen, antikapitalistischen Protestes und einer linken Offensive

Nachdem sich die Gruppe der 19 größten Industrienationen und die Europäische Union letztes Jahr in der chinesischen Stadt Hangzhou versammelt hatten, findet das diesjährige Treffen der G20 unter großem Aufwand und noch mehr Aufmerksamkeit in Deutschland statt.

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Eine kleine Geschichte der Staatskritik

Wie hältst du es mit dem Staat?

Der Staat weckt unterschiedlichste Erwartungen: Er soll für soziale Gerechtigkeit, sichere Renten und ein gutes Gesundheitssystem sorgen, gegen Nazis vorgehen und die Finanzmärkte bändigen. Zugleich bekommen die Menschen aber auch täglich seine Gewalt zu spüren, sei es bei Demonstrationen, in der Schule oder auf Ämtern und Behörden. Nicht zuletzt anlässlich der Kämpfe zum 1. Mai und der Mobilisierung zu den G20-Protesten wird deutlich: Innerhalb der Linken gehen die Interpretationen über den Staat weit auseinander. Für die einen ist er Garant des Allgemeinwohls, anderen gilt er als das Instrument der kapitalistischen Klassenherrschaft und wieder andere sehen in ihm das Terrain sozialer Kämpfe.

Wie ist es also um das Verhältnis von Kapitalismus und Staatlichkeit bestellt und welche Ansatzpunkte für eine emanzipatorische Kritik und Praxis können ausgemacht werden? Da wir nicht die ersten sind, die sich aus linker Perspektive mit dieser Frage beschäftigen, wollen wir im Folgenden einen kleinen einführenden Überblick geben über die zentralen Stränge materialistischer, marxistischer Staatstheorie.

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