Klassenkampftresen 18.01.24: Mobivortrag URA Dresden “Gedenken Abschaffen!”

Kneipenabend mit Mobivortrag der Undogmatischen Radikalen Antifa

“Vom Mythos Dresden, Neonaziaufmärschen und was sie verbindet – ein Mobi-Vortrag zum 13. Februar!
Wie sieht unsere Gedenkkritik zum 13. Februar genau aus, wie hängt der uralte Mythos von der Kunst- und Kulturhauptstadt mit den Neonaziaufmärschen zusammen und wie spielt der städtische Gedenkzirkus der Stadt Dresden dieses Narrativ in die Karten?
Ein bisschen historischen Abriss gibts, eine große Portion Gedenkkritik und natürlich Raum für Fragen, warum und wie wir euch in Dresden auf den Straßen brauchen!”

Nachdem im Jahr 2009 der geschichtsrevisionistische Rudolf-Heß-Gedenkmarsch im bayrischen Wunsiedel letztinstanzlich verboten wurde, entwickelte sich das Gedenken an die Bombardierung der Stadt Dresden am Ende des Zweiten Weltkriegs zum größten Neonazi-Aufmarsch der europäischen Rechten. Bereits zuvor im Jahr 2008 gründete sich das Bündnis “No pasarán!”, in welchem verschiedene linke Gruppen aus Dresden, Berlin und Norddeutschland vertreten waren. In den folgenden Jahren mobilisierte das Bündnis, welches nun zum breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis “Nazifrei! – Dresden stellt sich quer” angewachsen war, zu Gegenprotesten in Form von Massenblockaden auf der Route der Neonazis. So konnte ab 2009 Jahr für Jahr den Nazis ihr geschichtsrevisionistischer Aufmarsch immer weiter versaut werden, welche ab 2013 nurnoch mit etwa 100 Personen aufmarschierten. 

Am 18.01. begrüßen wir unsere Genoss*innen der Undogmatischen Radikalen Antifa aus Dresden im Nexus Braunschweig mit ihrem Vortrag “Gedenken Abschaffen” um über Vergangenheit und Zukunft der Proteste gegen die Naziaufmärsche in Dresden zu sprechen. 

Inzwischen mobilisiert das Bündnis “Dresden WiEdersetzen” zu Gegenprotesten im Februar im Jahr 2024, denn die alten und neuen Nazis wollen es erneut versuchen und mobilisieren zu einer Großdemo am 16. Februar nach Dresden. Diesen Versuch lassen wir nicht unbeantwortet und rufen alle Antifaschist*innen auf, sich an den Gegenprotesten in Dresden zu beteiligen!